MEHRWERT FÜR NORDLIPPE UND OWL MITTEL UND WEGE ENTLANG DER STRECKE
Landleben 4.0: Entschleunigtes Leben mit lebendiger
Nachbarschaft als Gegengewicht zum Stadtstress und zur
sozialen Isolation in der Stadt. Diese Aussicht schafft eine
Wiederkommenskultur für Fortgezogene und zieht neue
Bewohner an, wenn…
… es ein Leichtes ist, ohne Tanken, Stau und Parkplatzsuche
von Bösingfeld nach Bielefeld, von Dörentrup nach
Detmold, von Barntrup nach Paderborn und zurück zu
kommen, auch am Samstag Abend.
Industrie 4.1: Betriebe wie Veolia-Umweltservice Dörentrup
wachsen in Nordlippe, ohne die Anwohner mit Lkw-Lärm zu
stressen, wenn…
… Massengüter problemlos per Bahn transportiert werden
können und dabei zugleich die Strecke finanzieren. Weitere
Unternehmen bekunden Interesse
Ihre Exzellenz, die Hochschule Ostwestfalen-Lippe: Der
Hochschul- und IT-Standort Lemgo wird noch attraktiver
für Studierende aus aller Welt, wenn…
… neue zukunftsweisende Forschungsfelder im direkten
Umfeld entstehen wie automatisiertes Fahren und intelligente
Monocabs auf Schienen – und wenn die Verkehrsverbindungen
passen.
Nordlippische Dorfjugend verwurzelt sich in der Heimat
und rockt die Welt, wenn…
… der Jugendwaggon der Initiative „Jugend unter Dampf“
zum „Demokratie-Express“ wird, der als rollendes Jugendparlament
in ganz OWL Jugendliche dazu anregt, sich mit
ihren konkreten Anliegen in den Lauf der Dinge einzumischen.
Zupackende Fachkräfte von Morgen wachsen hier in der
Region heran, wenn…
… die MINT-Werkstatt der LEL für technikbegeisterte
Jungen und Mädchen zur MINT-Akademie ausgebaut ist.

Landeseisenbahn Lippe meistert die Vernetzung in Nordlippe

Die Landeseisenbahn Lippe ist ein ehrenamtliches Unternehmen mit über 200 Mitgliedern und rund 30 hoch qualifizierten aktiven Fachkräften. Als etablierte Tourismusmarke und verlässlicher Partner vernetzt sie viele regionale Angebote in Nordlippe: Draisinen, Wanderwege, offene Jugendarbeit, Beschäftigungsförderung, Bildungsangebote, Kulturveranstaltungen, regionale Gastronomie und vieles mehr.

Regelmäßig verkehrt die Museumsbahn auf der 21 km langen Strecke zwischen Bösingfeld und Dörentrup. Hinzu kommen organisierte Programmfahrten (Nikolaus, Osterhase, Grünkohl) wie auch private Charterfahrten (auch
bundesweit). An 19 öffentlichen Fahrtagen werden jährlich bis zu 10.000 Fahrgäste transportiert. Sogar heiraten kann man im Zug.

Der Verein besitzt fünf betriebsfähige Lokomotiven sowie sechs Personenwaggons mit aktuell bis zu 250 Sitzplätzen. Die E-Lok 22 ist seit 1927 durchgehend im Betrieb auf der Extertalbahn. Die Dampflok LIPPERLAND wird gerade restauriert, damit sie zukünftig durch Nordlippe bis nach Lemgo, Lage, Bad Salzuflen und
Detmold fahren kann. Seit 33 Jahren ist in Nordlippe ehrenamtliche Eisenbahnerkompetenz tätig, mit der Möglichkeit, Lokführer,
Heizer, Zugführer und sonstige Betriebseisenbahner auszubilden.

Einzigartig ist die Initiative „Jugend unter Dampf“. In einem zum Jugendwaggon umgebauten, historischen Eisenbahnwaggon von 1929 bietet der Verein am Standort Farmbeck offene Jugendarbeit an. Der Waggon ist auch als rollendes Kulturzentrum im Einsatz.

… STELLEN WIR BIS 2022 FOLGENDE WEICHEN:

  • Wir bilden das Projektteam Smart Railway gemeinsam mit Projektnachbarn, interessierten Akteuren und Multiplikatoren.
  • Wir erstellen ein Zukunftskonzept und akquirieren Fördermittel.
  • Wir planen den Streckenausbau für den Testbetrieb, vor allem den Lückenschluss nach Lemgo.
  • Für die Zeit danach planen wir ÖPNV-Betrieb und Massengüterverkehr. Für
    diesen gibt es bereits vier interessierte Unternehmen. Dafür muss der Bahnknoten in Lage ausgebaut und als Taktknoten in das OWL-Netz integriert werden. Das wird positive Auswirkungen auf den Bahnverkehr in
    ganz OWL haben und die regionale Wirtschaft fördern.
  • eine reaktivierte und durchgängige Bahnstrecke mit Testbetrieb für automatisiertes Fahren sein, perspektivisch mit neuartigem Mobilitätskonzept für den Linienverkehr zwischen Lemgo und Extertal-Bösingfeld
    (Mehrwert: attraktive Wohnlage Nordlippe, gut vernetzter Hochschul- und Berufsschulstandort),
  • eine Museumseisenbahn mit 50 – 100 Mann und Frau ehrenamtlichem Personal, die überall hinfahren kann, als regional vernetzte Touristenattraktion für ganz Lippe und das Weserbergland,
  • ein „Demokratie-Express“ als rollendes Jugendparlament, das in allen 80 Bahnhöfen von OWL die Szene aufmischt und überall mit den ansässigen Jugendgruppen und -treffs kooperiert,
  • eine MINT-Akademie für technisch interessierte Jungen und Mädchen in ganz Lippe, die den drohenden Fachkräftemangel kontert,
  • eine Achse der Dorfentwicklung in Nordlippe
  • eine alte Eisenbahntrecke zwischen Lemgo/Lüttfeld und Rinteln, 40 km lang,
  • die Landeseisenbahn Lippe e. V., ein ehrenamtliches Unternehmen mit 30 hoch qualifizierten Aktiven, das die Strecke pflegt und auf ihr eine Museumseisenbahn betreibt,
  • eine Museumseisenbahn mit Dampf-, Diesel und E-Lok,
  • eine kreisweit vernetzte Touristenattraktion in Nordlippe,
  • ein innovatives Verkehrskonzept mit der Vision, Dörentrup, Barntrup und Extertal wieder ans öffentliche Bahnnetz anzubinden, mit Hilfe von hoch modernen Hybridtriebwagen,
  • die Initiative „Jugend unter Dampf“: ein rollendes Jugendzentrum, eine MINT-Werkstatt für Jugendliche, ein Bildungswerk, eine partizipative Werkstatt für Dorfentwicklung (Deutscher Kulturförderpreis 2016),
  • Teil des LEADER Konzeptes für Nordlippe

Die Idee

Die Trasse der Begatalbahn Lemgo-Barntrup und der Extertalbahn Barntrup-Rinteln mit vorhandenem Museumsbahnbetrieb wird zur Basis eines F+E-Projektes “Automatisiertes Fahren”, eines multimodalen Mobilitätskonzeptes und zugleich zur Achse der Dorf- und Regionalentwicklung. Mehrwerte sind eine aufgewertete Wohnlage Nordlippe, ein aufgewerteter Hochschul- und Berufsschulstandort, ein aufgewerteter Standort für mittelständische Unternehmen.

Das vorhandene Jugendprojekt “Jugend unter Dampf” wird ausgebaut zum “Demokratie-Express” und zu einer MINT-Akademie für technikbegeisterte Jungen und Mädchen mit Ausstrahlung in ganz OWL. Mehrwerte sind ein attraktiver Lebensraum für junge Menschen und ein klarer Konter zum drohenden Fachkräftemangel.

Smart Railway 2018 ist

  • eine alte Eisenbahntrasse zwischen Lemgo-Lüttfeld und Rinteln, 40 km lang,
  • die Landeseisenbahn Lippe e. V., ein ehrenamtliches Unternehmen mit 30 hoch qualifizierten Aktiven, das die Strecke pflegt und auf ihr eine Museumseisenbahn betreibt,
  • eine Museumseisenbahn mit Dampf-, Diesel- und E-Lok,
  • eine kreisweit vernetzte Touristenattraktion in Nordlippe,
  • ein innovatives Verkehrskonzept mit der Vision, Dörentrup, Barntrup und Extertal wieder ans öffentliche Bahnnetz anzubinden, mit Hilfe von hoch modernen Hybridtriebwagen,
  • die Initiative “Jugend unter Dampf”: ein rollendes Jugendzentrum, eine MINT-Werkstatt für Jugendliche, ein Bildungswerk, eine partizipative Werkstatt für Dorfentwicklung (Deutscher Kulturförderpreis 2016),
  • Teil des LEADER Konzeptes für Nordlippe.

Smart Railway 2022 soll

  • eine reaktivierte und durchgängige Bahnstrecke mit Testbetrieb für autonomes Fahren sein, perspektivisch mit multimodalem Linienverkehr zwischen Lemgo und Extertal-Bösingfeld (Mehrwert: aufgewertete Wohnlage Nordlippe, aufgewerteter Hochschul- und Berufsschulstandort),
  • eine Museumseisenbahn mit 50-100 Mann und Frau ehrenamtlichem Personal, die überall hinfahren kann, als regional vernetzte Touristenattraktion für ganz Lippe und das Weserbergland,
  • ein “Demokratie-Express” als rollendes Jugendparlament, das in allen 80 Bahnhöfen von OWL die Szene aufmischt und überall mit den ansässigen Jugendgruppen und -treffs kooperiert,
  • eine MINT-Akademie für technisch interessierte Jungen und Mädchen in ganz Lippe, die den drohenden Fachkräftemangel kontert,
  • eine Achse der Dorfentwicklung in Nordlippe.

Damit das Wirklichkeit werden kann,

stellen wir bis 2022 folgende Weichen:

  1. Wir bilden das Projektteam Smart Railway mit dem Kreis Lippe (Konsortialführer), den Verkehrsbetrieben Extertal (VBE, Besitzer der Strecke), dem Landeseisenbahn Lippe e. V. (LEL, Koordinator) und der Hochschule OWL.
  2. Wir erstellen ein Zukunftskonzept und beantragen ein REGIONALE-Projekt.
  3. Wir planen den Streckenausbau für den Testbetrieb, vor allem den Lückenschluss nach Lemgo.
  4. Für die Zeit danach planen wir ÖPNV-Betrieb und Massengüterverkehr. Für diesen gibt es bereits vier interessierte Unternehmen. Dafür muss der Bahnknoten in Lage ausgebaut werden. Das wird positive Auswirkungen auf den Bahnverkehr in ganz OWL haben und die regionale Wirtschaft fördern.

 

Auf der Extertalbahn, die 1966 bzw. 1969 ihren regulären Personenverkehr verlor, betreibt die Landeseisenbahn Lippe (vormals Freundeskreis der Extertalbahn) seit 1985 regelmäßigen Museumsbahnverkehr. 2009 wurde dieser auf den Abschnitt Barntrup – Dörentrup der ehemals durchgehenden Strecke Bielefeld – Lage – Hameln, deren Personenverkehr zwischen Lemgo und Hameln 1980 eingestellt wurde.

Beide Abschnitte wurden und werden seither vor allem durch ehrenamtliche Kräfte der Landeseisenbahn Lippe instandgehalten. Die Lücke zwischen Dörentrup und Lemgo-Lüttfeld hingegen erfüllt bisher nicht die Voraussetzungen für Zugverkehr. Als Kompromiss wurde sie jedoch soweit hergerichtet, dass sie als „Baugleis“ befahren werden kann. Somit können dort Instandhaltungs- und Überführungsfahrten stattfinden.

Um durchgehende Fahrten als museale Personenzüge oder auch Güterzüge bis nach Lemgo und darüber hinaus durchführen zu können, bedarf es zwischen Lemgo-Lüttfeld und Dörentrup einiger Investitionen. Diese wollen wir im Folgenden aufzählen (Auflistung wird noch konkretisiert):

  • Instandsetzung der vorhandenen technischen Sicherung des Bahnübergangs „Pagenhelle“ in Lemgo-Lüttfeld
  • Sanierung der Walkenfeldbrücke über die Bega in Lemgo-Brake
  • Instandsetzung der vorhandenen technischen Sicherung des Bahnübergangs „Vogelhorster Straße“
  • Nachstopfen und Schotter ergänzen an verschiedenen Stellen.
  • Beseitigung einer Schlammstelle und dort Instandsetzung der Entwässerung.

Wenn dies erledigt ist, können historische Züge auch über Dörentrup hinaus nach Lemgo und weiter verkehren. In diesem Fahrplan wurden exemplarisch einige dampflokbespannte Pendelzüge nach Bad Salzuflen und Detmold eingerechnet (denkbar wäre aber auch eine Ausweitung des Angebotes):

In den letzten Monaten hat durch die absehbare Verfehlung der CO²-Ziele ein Umdenken auch im Hinblick auf den Energiemix auf der Schiene stattgefunden. Wurden in den letzten Jahren nur noch wenige Strecken elektrifiziert, und blieben teils selbst wichtige Hauptstrecken, deren Passagieraufkommen gegenüber Bielefeld – Lemgo um den Faktor 10 höher liegt, ohne Oberleitung, so ist nun ein Wandel erkennbar. Es werden Fördermittel bereitgestellt, um auch weniger stark ausgelastete Strecken zu elektrifizieren.

Auch wenn eine Elektrifizierung der Strecke Bielefeld – Lemgo keine erhebliche Verbesserung für seine Fahrgäste darstellt, halten wir es für richtig, Kosten und Nutzen einer möglichen Elektrifizierung eingehend zu analysieren, um diese Chance nicht zu vergeben.

Parallel sollte auch der Markt auf dem Schienenfahrzeugsektor aufmerksam beobachtet werden. Der laufende Vertrag mit dem Verkehrsunternehmen Keolis für die Bedienung der Linien RB 73 und RE 82 endet im Jahr 2025. Die Ausschreibung für den Folgevertrag dürfte im Jahr 2023 erfolgen. Bis dahin dürften Fahrzeuge mit alternativen Antriebstechniken serienreif sein. Denkbar wären hierbei Fahrzeuge mit Brennstoffzellen, Wasserstoffantrieb, Hybrid- oder Zweikraftantrieb. Letztere könnten beispielsweise auf den elektrifizierten Abschnitten elektrisch betrieben werden, und außerhalb dessen im Akku-Betrieb ihre Fahrt fortsetzen.

In den 80er Jahren verschwanden nach und nach die Verkehrshalte in Nienhagen, Remmighausen und Himmighausen an der Strecke Herford – Altenbeken. Die Halte wurden zuletzt bereits nicht mehr systematisch bedient, so dass der geringen Nachfrage auch ein schlechtes Angebot gegenüber stand.

Nienhagen befindet sich unweit des Detmolder Ortsteils Pivitsheide, im näheren Umkreis wohnen etwa 2.000 Einwohner. Remmighausen bildet mit dem benachbarten Detmolder Ortsteil Spork-Eichholz eine Siedlung mit ca. 5.000 Einwohnern.

Himmighausen hat in unmittelbarer Nähe zum Bahnhof zwar weniger als 100 Einwohner, hatte jedoch früher größere Bedeutung als Umsteigebahnhof in / aus Richtung Hameln – Hannover.

Nienhagen und Remmighausen könnten also in heutiger Zeit ein bedeutendes Fahrgastpotential aus den Anwohnern vor Ort generieren, während Himmighausen eine Umsteigeverbindung zwischen den Linien RB 72 und S 5 herstellen würde.

Wir schlagen in Anbetracht neuer Ansiedlungen und veränderten Verkehrsbedürfnissen eine gründliche Potentialanalyse vor, mit dem Ziel, diese Halte bei ausreichendem Nutzen zu reaktivieren.

Anhand eines exemplarischen Zuges wollen wir in der Fahrplantabelle veranschaulichen, wie sich der Fahrplan bei Halt an allen drei der ehemaligen Stationen gestaltet. In Himmighausen besteht innerhalb von ca. 8 Minuten Anschluss an die S5 von / nach Hannover. Die veränderten Gesamtreisezeiten auf der Schiene betragen dadurch:

  • Detmold – Bad Pyrmont: 51 statt 119 heute Minuten
  • Detmold – Hameln: 66 statt heute 85 Minuten über Herford – Löhne – Rinteln

Zur Herstellung des barrierefreien Zugangs halten in Bad Salzuflen bisher alle Züge auf Gleis 1 am modernisierten Hausbahnsteig. Während Gleis 2 als durchgehendes Hauptgleis mit Streckenhöchstgeschwindigkeit befahren werden kann, erfolgt die Fahrt in / aus Gleis 1 über ablenkende Weichen mit maximal 60 km/h. Das kostet sämtliche Züge ca. 40 Sekunden Fahrzeit. Bei Zugbegegnungen ist eine gleichzeitige Einfahrt wegen fehlender Durchrutschwege nicht möglich, die Züge müssen also zeitraubend nacheinander einfahren.

Mit der Einführung der Hauptverkehrszeit-Linie RB 79 kommt es zu planmäßigen Zugkreuzungen in Bad Salzuflen, zugleich ist der Begegnungspunkt für die RB 79 nicht optimal, so dass zur Wahrung der Anschlüsse an die RE 82 in Lage zunächst auf den Halt in Schötmar oder Sylbach verzichtet werden müsste.

Wir schlagen vor, den Bahnhof Bad Salzuflen als quasi-Überleitstelle umzugestalten, und einen zweigleisigen Begegnungsabschnitt bis kurz vor Schötmar zu schaffen. In Bad Salzuflen selbst könnte das Gleis 3 entfallen, und der Bahnsteig 2 als barrierefreier Außenbahnsteig hergerichtet werden. Die nördliche Weiche von Gleis 1 zum Streckengleis sollte eine Abzweiggeschwindigkeit von 80 km/h aufweisen, um eine zügige Ausfahrt zu ermöglichen.

Nutzen: der Begegnungspunkt zwischen den Linien RB 72 und RB 79 könnte auf die freie Strecke zwischen Bad Salzuflen und Schötmar verlegt werden. Die dadurch erzielte Fahrplanlage ermöglicht der RB 79, in Schötmar und Sylbach zu halten, und dabei in Lage den Anschluss an die RE 82 zu erreichen. Zugleich werden RB 72 und RB 79 zeitlich voneinander entkoppelt, was die Fahrplanstabilität erhöht.

Die Fahrplantabelle zeigt die optimierte Fahrlage der RB 79 mit kürzerem Aufenthalt in Bad Salzuflen und nun auch mit Halt in Sylbach: